SOMMERGARTEN.

»Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.«

vermutlich Jean Jaurès (Gustav Mahler eher nicht)

Ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude mit Büro, Agentur und Yogastudio … Der Bedarf einer Erweiterung, ein lebensfroher Bauherr und dazu eine aufgeschlossene Fachabteilung Denkmalschutz. Was wollen wir mehr?

Nie verwirklicht aber auf den historischen Plänen gezeichnet: Im Osten der Anbau einer Loggia. Luftig und leicht und im Winter leider nicht nutzbar. Luftig und leicht wollen wir auch – und jetzt auch sommers wie winters bespielbar.

Wir überzeugen die Denkmalbehörde, dass eine Haut aus 5 mm Edelstahl mit zigtausend Löchern, die im Gesamtbild die historische Planung widerspiegeln und transponieren, ein würdiger Umgang mit der alten Bausubstanz sind.
An dem Projekt sind alle Schlosserbetriebe im Umfeld beteiligt. Einer lasert wochenlang, einer pulverbeschichtet und einer montiert. Es entsteht ein kleines Kunstwerk, welches tagsüber das Sonnenlicht magisch flirren lässt und nachts nach außen strahlt.
Als Zugabe für den Wagemut haben wir in jede einzelne Tafel biographische Elemente des Bauherren eingravieren lassen. Von den Initialen, über eine Erinnerung an den Flug nach New York bis hin zu einem fliehenden Pferd … noch hat keiner alle Motive entdeckt.
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